| « Der Schiller Park |
Ein Hund, eine Maus, ein See
Die Sonne scheint, die Luft ist stickig... es schlägt 11 Uhr am 14.08.2009.
Während der Hund tobend und tanzend durchs Zimmer springt steh ich zerknautscht auf und reib mir die Augen.
Das Glockenspiel schwingt sanft im Wind und spielt seine eigene Melodie.. eigentlich ein sehr schöner Tag bisher.
Kamera ins Gepäck verstaut, Hund angeleint und los gehts!
Der Lärm der Straße ist wieder mal unerträglich, die Bauarbeiten am Nebenhaus sind im vollengange und die Bauarbeiter haben wie immer nichts besseres zutun als ungehemmt zu Glotzen..Wie schön es wäre, wenn man ihnen von oben herab mal einen Eimer mit kalten Wasser ausschütten könnte.
Ich weiß nicht warum, aber Heute hatte ich mich dazu entschlossen an der Straße entlang zu laufen anstelle über den kleinen Park, warum auch immer. Schon sehr bald stellte sich das als ein fehler heraus..
Der Hund sprang mit einem mächtigen hüpfer ins Gebüsch und erhaschte dort eine Maus, die sie quiekend aus dem Gebüsch schleifte. Voller entsetzen packte ich Naschy am Nacken und befahl ihr die Maus loszulassen, doch vergebens. Das scheusliche Spektakel nahm seinen Lauf.. ein jämmerliches gefiepse, ein knacken und ein Schlucken beendeten das Elend. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, wobei es höchstens 5 sek waren. Schockiert saß ich neben dem Hund, der so tat als wäre nichts passiert. Hat wohl geschmeckt.
Nichts destotrotz stand ich auf, nahm Naschy an die kurze Leine und lief mit ihr weiter in Richtung See. Den Park den wir dazu überqueren mussten war Heute erstaunlich leer, sehr angenehm. Bis auf diese kleinen ätzenden Fliegen...
Bis auf ein oder zwei Jogger und Fahrradfahrer begegnete uns auch nichts weiter. Ein gelber Baumpilz erregte jedoch meine Aufmerksamkeit. Diesen Fotografierte ich auch, einfach weil er verdammt genial ausschaut! Nunja, leider kurz vor dem See musste ich durch 2 Wiesen laufen auf denen sich mal wieder zwei dutzend nackter, alter Männer trollten... ist der Tag nun doch schrecklicher als ich dachte?
Diesen ekligen Anblick hinter mir gelassen quetschte ich mich samt Hund durch den Zaun um an den See zu kommen. Ich ließ sie von der Leine, ging mit ihr ins Wasser und nervig wie der Hund diesbezüglich ist, fiel ihr nebenbei ein, dass sie Wasser ja nicht ausstehen kann und nahm reiß aus! Durch den von ihr produzierten Matsch wäre ich beinahe auch noch ausgerutscht, sie sprintete durch den Zaun und somit verlor ich sie aus den Augen. Schon total verzweifelt dacht ich mir, dass ich nun ewig auf die Suche gehen könnte, wenn sie nicht grade über die naheliegende Straße rennt.
Aber ausnahmsweise küsste mich das Glück. Ein fremder Hund schnitt ihr den Weg ab und hielt sie bei sich.
Warum benimmt sich Naschy in anwesenheit eines anderen Hundes eig. perfekt?
Ich liebe diesen Husky zwar ohne wenn und aber, doch gehts mir dennoch auf den Senkel, dass sie alleine unmöglich ist. Sollte ich mir evtl. noch einen 2. Hund zu legen damit sie nicht mehr wegläuft und auch mal alleine bleiben kann? Tja, mal schauen..
Als ich sie wieder anleinte bin ich Wut schnaufend mit ihr Richtung Kleingarten Anlage gelaufen um einwenig am Fluss zu spazieren.
Das verlief glücklicherweise ohne Vorfälle. Zusammen sind wir noch bis zu den Knien in den Fluss gegangen und traten dann nach 15 min. den Rückweg an.
Naschy musste sich vorher jedoch noch unbedingt im Matsch suhlen... wunderbare Idee...!
Daheim sind wir dann totmüde ins Bett gefallen und ließen den Tag an uns vorbei ziehen.
p.s.
Vielen dank für den Blog Reshimaus!<3
Feedback awaiting moderation
Der Eintrag hat ein auf Moderation wartenden Feedback...